Thomas Müller zu Gast in Waging

Was für ein Tag im Leben des Thomas Müller!

De rodn Waginga drehen einen Film und sorgen so für einen triumphalen Empfang und Begeisterung beim Weltmeister.

(Text von Thomas Thois, Trostberger Tagblatt)

Waging am See. Schenkelklopfend und lauthals lachend fällt Thomas Müller fast von seinem gepolsterten Wellness-Stuhl, als das filmische Meisterwerk über die Leinwand flimmert. „Ein Tag im Leben des Thomas Müller“, vom Fanclub „De rodn Waginga“ selbst gedreht, zeigt den per Pappendeckel-Gesichtsmaske dargestellten FC-Bayern-Star, wie man ihn kennt und liebt und auch am Sonntag im Kurhaussaal erlebt. Als den sympathischen Kicker von nebenan. Einer wie du und ich, einer, der den Einkaufslisten-Auftrag der Ehefrau („Bitte Salat kaufen, Schatzi“) vielleicht auch mal nicht so ernst nimmt und mit tüten- und flaschenweise Chips und Cola aus dem Supermarkt kommt.

„Hut ab! Selten so g’lacht. Den Film brauch’ i unbedingt“,

zeigt sich Thomas Müller begeistert. „Wia der Philipp Lahm daher marschiert ist, hab i nimma kenna“, würdigt Müller den dramaturgischen Kniff, das Konterfei des Kapitäns einem etwa 1,30 Meter kleinen Kind aufzusetzen.

Um das ganze etwas übersichtlicher zu bekommen, haben wir den umfangreichen Bericht von Thomas Thois in verschiedene „Aufklapper“ gesteckt. Also einfach den gewünschten Bereich aufklappen und weiterlesen…

„I bin ja scho froh, dass I net Elfmeterschiaßn muass“, scherzt Müller vor der ersten sportlichen Einlage, dem Einputten von Golfbällen. Trotz der Unebenheiten auf dem mobilen Grün („Des hot vier Falten, zwoa mehr wia Du, Thomas“, erheitert Ehrenpräsident Mane Straßer die Menge), locht der Hobbygolfer mehrmals ein. Die Fehlversuche werden jedoch so streng ausgelegt, dass ThomasMüller zusammen mit Moderator und Fanclub-Chef Volker Hohenrein – passend zum ersten Advent – die erste Strophe von „Stille Nacht“ singen muss, stimmlich überzeugend und erstaunlich textsicher.

Einladung zu einem Biathlon-Spezial-Training von Tobi Angerer und Andi Birnbacher

Auch sonst macht der Stargast – unterhaltsam und im Dialekt hundert Prozent oberbairisch – eine rundum gute Figur. Dass er beim Torwandschießen gegen zwei junge Bayern-Fans so leer ausgeht, wie in den bisherigen zwölf Bundesliga-Spielen, nimmt er mit viel Humor. Schließlich ist Besserung in Sicht. Zum einen, weil Thomas Müller verspricht, dass die Mannschaft derzeit hart daran arbeite, aus ihrem Formtief zu kommen und sich an das neue System unter Trainer Carlo Ancelotti zu gewöhnen. Zum anderen, weil ihn die Chiemgauer Wintersport-Asse und eingefleischten Bayern-Fans Tobi Angerer und Andi Birnbacher zu einem Langlauf- und Biathlon-Spezial-Training einladen. „Mit Puls 180 die kleinen schwarzen Scheiben treffen“ – wenn Thomas Müller das hinbekommt, dann sitzen auch wieder die Elfer in der Allianz-Arena.

Trifft er oder trifft er nicht - Thomas Müller

Nicht nur, weil die Eintrittskartenbestimmungen die Mitgliederzahl von 2300 auf über 2400 haben steigen lassen, sondern auch, weil durch Golf und Torwand-Treffer insgesamt 1000 Euro für soziale Zwecke zusammenkommen: jeweils 500 Euro für „Young Wings“, die Stiftung von Thomas Müller, die Kinder nach dem Verlust eines Elternteils unterstützt, und den Verein „Vergissmeinnicht“, der im Chiemgau Menschen in Not hilft.

Die Müller-Mania in der Marktgemeinde beginnt gegen 12 Uhr mit einem triumphalen Einmarsch des Fußball-Idols, angeführt von der Waginger „Faschingsmusi“ durch ein Spalier aus Bayern-Fahnen schwenkenden Kindern.

Thomas Müller - Einmarsch

Vor der Fragerunde mit den Fanclub-Funktionären stellt Thomas Müller, als er die im „Sport1“-Sonntagsstammtisch-Format angeordneten Sitzgelegenheiten erblickt, klar: „Kloageld hob i vei koans dabei!“ Braucht er auch nicht, denn bei Interviews mit einem so spontanen, wortgewandten Fußballer wie Thomas Müller verhungert jedes Phrasenschwein.

In stolzer Erinnerung an das „Traumspiel“ 2009 fragt Fanclub-Vize Franz Schupfner, ob sich der Stürmerstar noch an die harten Zweikämpfe gegen ihn erinnern könne. „Net genau, aber i bin danach, glaab i, zwoa Wochan ausg’falln“, kontert Müller und lobt den unerbittlichen Gegenspieler von damals für seine auch nach sieben Jahren noch unverändert verwegene Langhaarfrisur.

Zum Wegschmeissen!!! - „Sind wir nicht alle ein bisschen Thomas Müller?“

Jede Menge Komplimente verteilt Spaßvogel Müller auch an Henning Bensch und die kreativen Macher des etwa zehnminütigen Films, der die Frage „Sind wir nicht alle ein bisschen Thomas Müller?“ mit einem klaren Ja beantwortet.

Zwischen Waginger Bäckerei, Pettinger Pferdehof, TSV-Gelände und Wellnessgarten pendelnd, sieht man das Müller-Double die verschiedenen Bälle jonglieren, die der Profi-Alltag einem so zuwirft: In höchster Eile zur Golfrunde mit Spezl Lahm, weil vorher noch die SMS von Ehefrau Lisa („Bin shoppen, mach Du die Pferde!“) kommt, dann ein frustrierendes Elfer-Straftraining an der Säbener, von dem man sich mit Kabinenbier und Saunagang – streng überwacht von Patron Hoeneß – erholen muss.

Die Macher von „Sind wir nicht alle ein bisschen Thomas Müller?“

Ehrenpräsident Straßer erzählt zur Entstehungsgeschichte die Anekdote, dass er bei der Kfz-Zulassungsstelle als Filmrequisit das Nummernschild „M – DM 25“ organisieren musste: Dass die Audis der Bayern-Spieler nach Deutschen Meistertiteln ja wirklich das Kennzeichen-Kürzel DM bekommen, war der Traunsteiner Beamtin nicht bekannt. Sie meinte im Hinblick auf die Initialen des Stargasts verwundert: „Aber Thomas schreibt man doch mit T und nicht mit D!“.

Scheut keine Fragen und Antworten - Thomas Müller

Etwa, dass Müller am Vorabend beim 2:1-Sieg gegen Leverkusen gehofft hat, dass die vom Ausrüster gelieferten neuen Fußballschuhe die Tor-Flaute endlich beenden. Leider vergeblich. Aber zur Not sollte es Müller, wie Mane Straße scherzt, halt mal mit den Modellen des Bergschuhherstellers aus dem Nachbarort Kirchanschöring probieren.

Dass er unter Ancelotti momentan nicht auf seiner Lieblingsposition hinter den Stürmern mit zwei Außenstürmern links und rechts spiele, damit hat Thomas Müller, wie er versichert, kein Problem. Wichtig sei, dass man aus den Fehlern lerne, die richtige Balance finde zwischen Offensive und Tore-Verhindern und spätestens im Frühjahr wieder Topleistung bringe.

Organisiert bis zur letzten Reihe - Thomas Müller auf Großbildleinwand

Zur Freude der Fans betont Müller, dass er sich beim FC Bayern viel zu wohl fühle, um irgendwelche Wechselgedanken zu hegen. „Ich will hier eine wichtige Rolle ausfüllen“, sagt der 27-Jährige und lacht. „Mir is g’sagt worn, zwischen 28 und 30 is des beste Fußballeralter. I bin ja g’spannt ob’smi da net verarscht ham!“

Hunderte Fans warten geduldig auf ein Autogramm von Thomas Müller

Als „absolut notwendig und überragend“ bezeichnet er augenzwinkernd die Verpflichtung von Mats Hummels. „Wir mussten ja, weil Claudio Pizarro weg ist, die Lücke in unserer Schafkopfrunde mit Philipp Lahm, Manuel Neuer und mir schließen.“ Auf die Frage, warum er vom TSV Pähl zum FC Bayern gewechselt ist, sagt Thomas Müller, dass er schon immer ein großer Bayern-Fan war – jedoch etwas lockerer als sein Bruder Simon, den er nach Waging mitgebracht hat. „Der ist eher extrem unterwegs, mit „59 plus 1“ und so“ – weil ihm die Kennzahl des Münchner Lokalrivalen gar nicht leicht über die Lippen kommt.

Thomas Müller verewigt sich im Goldenen Buch der Gemeinde Waging am See

Als Gastgeschenk darf sich Thomas Müller über eine Sonderanfertigung für sein Golfschläger-Arsenal freuen. Ein Bunker-Wedge mit eingraviertem Fanclub-Logo – auf dass der „Rode Waginger Indianer“ sein Handicap verringern möge. Während es der fromme Wunsch von Bürgermeister Herbert Häusl ist, „dass künftig Bürgerversammlungen genauso gut besucht sind wie diese Veranstaltung“, dessen Zugpferd sich schließlich noch im Goldenen Buch der Gemeinde verewigt – und danach noch auf hunderten Trikots und Schals der restlos begeisterten Fans.

Die „New York Times“ auf Tuchfühlung mit dem volksnahen Weltverein

Die Ankündigung zum Artikel

(Text von Thomas Thois, Trostberger Tagblatt)

Waging am See. „It’s unbelievable!“
Sogar der Reporter der „NewYork Times“ war schwer beeindruckt vom triumphalen Empfang für Thomas Müller. Nachdem man am Freitag bei der Jahreshauptversammlung des FC Bayern im Audi-Dome und der Aufsehen erregenden Uli-Hoeneß-Rückkehr dabei gewesen war, stattete das Team der renommierten US-Tageszeitung gestern auch noch dem Waginger Kurhaus einen Besuch ab.

„So etwas habe ich noch nicht erlebt“, meinte der Journalist, der aus England stammt und von den dortigen Top-Clubs anderes gewöhnt ist. „Bei uns sind die Spieler viel mehr abgeschottet. Eine solche Volksnähe, dass die Stars da auf Tuchfühlung zu den Fans auf dem Dorf gehen, wäre da undenkbar.“

Die Reportage über den Weltclub, dem für seine Jahresversammlung eine 6000-Zuschauer-Halle zu klein ist und der trotz aller globaler Ambitionen in einem Milliardengeschäft den Kontakt zur Fanbasis pflegt, wie kaum ein anderer, soll im Laufe dieser Woche in der „New York Times“ erscheinen – sicher mit dem Foto eines von Herzen lachenden, vergnügt auf Torwand- und Golflöcher zielenden Thomas Müller. „Das war einfach herrlich zu sehen, wie er es wirklich, wirklich genossen hat, hier zu sein und ein ganzer Ort Kopf steht“, zeigte sich der Reporter begeistert – ohne ein Wort verstanden zu haben vom lustigen Oberbairisch des Weltmeisters und seiner Waginger Bewunderer.

"Die New York Times berichtet über Waginger FC-Bayern-Fanclub"...

...könnt ihr hier unten lesen

"Ein Tag im Leben des Thomas Müller" - der Kurzfilm

Da ist das Ding! Den Film "Ein Tag im Leben des Thomas Müller" bekam der Nationalspieler von Fanclub-Ehrenpräsident Mane Straßer ans FC-Bayern-Vereinsgelände nachgeliefert.

Film der Waginger Bayern-Fans begeistert auch den "kleinen Philipp"

(Text von Thomas Thois, Trostberger Tagblatt)

Dass Thomas Müller ein richtiger Gaudibursch ist, das hat er bei seinem Fanclub-Besuch Ende November in Waging am See (Lkr. Traunstein) mehr als bewiesen. Spaß versteht aber auch sein Mannschaftskollege Philipp Lahm. Denn: Über den Film, den die „Rodn Waginga“ beim Müller-Gastspiel präsentiert hatten, musste auch der Kapitän des FC Bayern München herzhaft lachen. Und das obwohl er in dem gut zehnminütigen Streifen ganz schön auf die Schippe genommen wird.

Dass den unter Regie von Henning Bensch gedrehten Film nun auch Philipp Lahm zu Gesicht bekommen hat, ist „Co-Produzent“ Mane Straßer zu verdanken. Der Ehrenpräsident der „Rodn Waginga“ belieferte Thomas Müller mit einer DVD. „Thomas hatte ja schon in Waging gesagt, dass er den Film unbedingt braucht, und mich danach auch schon zwei Mal angemailt, wo die Lieferung bleibt“, berichtet Straßer. Der 44-Jährige schaute dann am Vereinsgelände in der Säbener Straße vorbei, wo der Weltmeister den begehrten Silberling freudestrahlend entgegennahm.

In dem Film wird Philipp Lahm, Thomas Müllers bester Spezl in der Mannschaft, besonders auf den Arm genommen – durch den dramaturgischen Kniff, die Lahm-Gesichtsmaske in Bewegt-Szenen einem Kind aufzusetzen und in ruhenden Einstellungen den Lahm-Darsteller auf den Boden knien zu lassen. Schon bei der Filmpremiere im Kurhaussaal wäre Thomas Müller vor Lachen fast von seinem Stuhl gefallen, als sein nicht allzu groß gewachsener Kapitän das erste Mal auf der Leinwand auftauchte. „Aber auch der Philipp selbst hatte großen Spaß an unserem Gaudi-Streifen“, berichtet Mane Straßer. Diese Rückmeldung hat er jedenfalls von Thomas Müllers Bruder Simon bekommen.

Die New York Times berichtet über Waginger FC-Bayern-Fanclub

(Text von Thomas Thois, Trostberger Tagblatt)

„What do they mean by ,Schafkopfen‘?“
Ohne Deutsch- geschweige denn Bairisch-Kenntnisse war der Reporter der New York Times am 27. November nach Waging gekommen, um über den FC Bayern München und seine spezielle Nähe zum Fanvolk zu berichten. Die entscheidenden Stellen des dreistündigen Auftritts von Bayern-Stürmer Thomas Müller ließ sich der weit gereiste Kollege vom Berichterstatter der Heimatzeitung übersetzen. Und am vergangenen Samstag hat er in der renommierten US-Tageszeitung die spannende Reportage „Bayern Munich’s personal touch with its fans“ veröffentlicht, bebildert mit dem zünftigen Einmarsch des Weltmeisters im Gefolge der Waginger Faschingsmusik.

Der ohnehin mit vielen Mitgliedern aus fernen Ländern gespickte Fanclub „De Rodn Waginga“ kann sich also über maximale mediale Reichweite freuen – unter anderem bis nach Kapstadt in Südafrika. Denn dort dürfte Dr. Franz Heigenhauser der ersten Chiemgauer gewesen sein, der die Originalausgabe mit dem großformatigen Artikel in Händen hielt. Der Traunsteiner hatte sich die New York Times mit in den Flieger genommen – und staunte nicht schlecht, als er den Sportteil aufschlug. „Ich dachte, ich sehe nicht richtig und war völlig perplex, habe den Artikel dann aber natürlich mit großer Neugierde und auch ein wenig Stolz auf meine Heimat verschlungen“, berichtet Heigenhauser, der selbst Bayern-Fan ist.

Dass der deutsche Fußball-Rekordmeister weltweit Märkte erschließt, aber dennoch nicht den Kontakt zur Fanbasis verliert – dieses vor allem bei englischen Großclubs unbekannte Phänomen arbeitet der britische Journalist Rory Smith heraus. Vor allem anhand von Thomas-Müllers-Weihnachtsbesuch in Waging am See, der „lakeside resort town deep in the Bavarian countryside“.

„New York Times“ auf Tuchfühlung

Over Beers With Fans, Bayern Munich Delivers a Personal Touch

Wer den New-York-Times-Bericht, in dem es auch um die Jahreshauptversammlung des FC Bayern mit der Rückkehr von Uli Hoeneß geht, nachlesen will, findet diesen hier online

auf www.nytimes.com

Es hat Spass gemacht - Thomas Müller in Waging
Unserer Bilder zum Besuch von Thomas Müller

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Die Bilder der Autogrammstunde

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Video von Armin Schmidt

"Thomas Müller in Waging" fürs Wochenblatt

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"Empfang von Thomas Müller in Waging am See"

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Video von tz.de

"Thomas Müller singt bei Fanclubtreffen 'Stille Nacht'"

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Video von Passauer Neue Presse

"Fragerunde mit Thomas Müller beim Besuch in Waging am See"

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Video von Passauer Neue Presse

"Thomas Müller - trifft nicht beim Torwandschießen"

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